Dortmund für Anfänger

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Menschen, die neu nach Dortmund kommen, haben oft gar keine oder nur sehr diffuse Vorstellungen davon, was sie hier erwarten könnte. Die Stadt hat keine weltbekannten Wahrzeichen wie den Kölner Dom oder den Eiffelturm. Es gibt auch keine landschaftlichen Besonderheiten wie den Rhein oder die Alpen. Was also stellt den Reiz dieser Gegend dar? Wenn der Aufenthalt dann auch noch zeitlich begrenzt ist, dann tut man sich als Fremder schwer, den richtigen Zugang zu dieser Stadt zu finden. Was also sollte man unbedingt gesehen haben, wenn man schon mal da ist und wo kann man sich informieren?


Einige Fakten zur Stadt:

Dortmund ist mit mehr als 580.000 Einwohnern und einer Fläche von über 280 Quadratkilometern die größte Stadt des Ruhrgebiets und das Wirtschafts- und Handelszentrum der Region.
Die Stadt kann dabei auf eine über 1100-jährige, bewegte Geschichte zurückblicken. Durch ihre vorteilhafte Lage am Hellweg, einer der ältesten Fernhandelsstraßen Europas, entfaltete sie sich schon früh zu wirtschaftlicher Blüte. Im Laufe der Jahrhunderte glich diese Entwicklung jedoch einer Berg- und Talfahrt. Alles, was sich in Europa ereignete, hinterließ auch Spuren in dieser Stadt. Bedeutende Kunstwerke, wie der Berswordt- Altar in der Marienkirche und architektonische Meisterwerke, wie die Reinoldikirche und die Reste des alten Stadthauses, zeugen noch heute von dieser Vergangenheit.

Von den furchtbaren Auswirkungen des Dreißigjährigen Kriegs konnte sich Dortmund als Reichsstadt nicht mehr erholen und sank in der Folge auf das Niveau eines kleinen Ackerbürgerstädtchens herab. Ende des 18. Jahrhunderts hatte Dortmund nur noch rund 4.500 Einwohner. Dies änderte sich schlagartig mit Beginn der industriellen Revolution. Durch die Kohleförderung, die Eisengewinnung und natürlich das Brauereiwesen stiegen die Einwohnerzahlen nun unaufhörlich an. Selbstverständlich spielte die Zuwanderung von Arbeitskräften und deren Familien eine wichtige Rolle. Mobilität und eine immense Fluktuation der arbeitenden Einwohnerschaft innerhalb der dicht beieinanderliegenden Industrieregionen zählen nicht umsonst zu den prägendsten Merkmalen dieser Zeit.
Der Entwicklung des Ruhrgebiets zu einer der größten Industrieregionen der Welt schien unaufhaltbar. Doch schon wenige Jahre nach dem 2. Weltkrieg endete dieser stete Aufstieg. Die erste Zeche schloss bereits in den sechziger Jahren, die letzte 1987. Wie schwer der strukturelle Wandel zu bewältigen war, zeigen allein die nüchternen Zahlen. In der Zeit von 1960 bis 1994 verringerte sich die Zahl der Industriebeschäftigten von 127.000 auf 37.000 Personen. Rund 90.000 Arbeitsplätze sind der Stadt Dortmund in diesem Zeitraum verloren gegangen. Schon früh setzte die Politik deshalb auf Forschung und Bildung. Die heutige Universität, die TU Dortmund, und das dazugehörige Technologiezentrum zeigen eindrucksvoll die Vitalität und Kraft einer Region, in der sich historische Rezepte als ungeeignet erwiesen hatten die Komplexität der Zukunft zu bewältigen. Kreativität und Mut sind gefragt, will man sich den Zukunftsanforderungen stellen. Deswegen setzt man heute verstärkt auf innovative Technologien und die Kreativwirtschaft.
Vorwärts durch stetigen Wandel - so kann man das Gestern und das Morgen dieser Stadt zusammenfassen.


Muss man gesehen haben:

Die Dortmunder Innenstadt:
Eilige finden hier alles, was sie brauchen. Die Fußgängerzone am Westen- und Ostenhellweg bildet das großzügig angelegte Zentrum der City-Fußgängerzone. Im September 2011 öffnet mit der Thiergalerie am oberen Westenhellweg ein funkelnagelneues Einkaufs- und Erlebniscenter seine Pforten. Weitere Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt:

  • Reinoldi- und Marienkirche
  • Alter Markt
  • Krügerpassage
  • Das Dortmunder U
  • Friedensplatz (mit Rathaus, Friedenssäule, altem Stadthaus und Berswordthalle)
  • Das Konzerthaus und das Orchesterzentrum|NRW in der Brückstraße
  • Die Stadt- und Landesbibliothek Dortmund


Dortmunder Museen:

  • Museum für Kunst- und Kulturgeschichte (MKK) Kunst und Kultur von den Anfängen bis zur Gegenwart (http://mkk.dortmund.de/ )
  • Hoesch-Museum 160 Jahre Stahlgeschichte in Dortmund
  • DASA ( Deutsche Arbeitsschutzausstellung) Erlebnisausstellung zu den Arbeitswelten von gestern, heute und morgen
  • LWL-Industriemuseum Zeche Zollern Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur. Hier wird die Geschichte des Bergbaus sinnlich erlebbar.
  • „Museum am Ostwall“ im Dortmunder U Moderne Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts wird präsentiert in einem der spektakulärsten Gebäude des Ruhrgebiets.
  • Museum für Naturkunde (http://museumfuernaturkunde.dortmund.de/ )


Ausflugsziele:


Service-Adressen im Internet:

 

 

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